Die DZ550 kam wie jedes Testgerät hier an: im Einzelhandel für 219 Dollar gekauft, über denselben Online-Shop, den Sie auch anklicken würden. Keine Pressemappe, kein Kontakt zum Hersteller, kein ausgewähltes Testmuster. Schon am zweiten Tag hatte sie unsere Kaffeemühle von der Arbeitsfläche verdrängt, was in dieser Küche einer Kriegserklärung gleichkommt.
Das Konzept ist simpel: zwei unabhängige Körbe, eine Maschine. Die Skepsis ist noch einfacher: Alle Doppelkorb-Systeme, die wir bisher getestet hatten, boten weniger Volumen, dafür aber weniger Knusprigkeit. Verteilt man die Leistung eines Heizelements auf zwei Zonen, erhält jede Zone einen schwächeren Luftstrom als ein gutes Einzelkorb-System in seiner Kammer. Also begannen wir dort, wo Doppelkorb-Systeme üblicherweise scheitern: mit einer vollen 10-Liter-Ladung, Pommes in der einen Zone, Chicken Wings in der anderen – beides sollte gleichzeitig landen.
So haben wir dieses Produkt getestet
- Im Einzelhandel für 219 Dollar gekauft – nie Leihgeräte.
- 62 Kochvorgänge über 21 Tage: Pommes, Chicken Wings, Lachs, alles Tiefkühlprodukt
- 9-Punkt-Thermoelementraster für gleichmäßiges Garen
- Kalibrierte Referenzsonde (Eisbad + Siedepunkt, ±0,5°F)
- A-bewertetes Dezibelmessgerät in 1 m Entfernung, leer und beladen
- Zwei Familien wurden die Leihgabe jeweils für eine Woche gewährt – richtige Abendessen, richtiges Chaos.
Das 9-Punkte-Raster und warum 9°F das A und O ist
Gleichmäßiges Garen ist für uns der wichtigste Faktor, und genau diesen Wert veröffentlichen die Hersteller nie, weil sie ihn sonst verlieren würden. So messen wir ihn: Wir platzieren ein 9-Punkt-Raster aus Thermoelementen vom Typ K im Garraum – vier Ecken, vier mittlere Ränder, eines in der Mitte – und lassen das Gerät 15 Minuten lang bei 204 °C (400 °F) laufen. Dabei erfassen wir jede Position einmal pro Sekunde. Der angegebene Wert ist die Temperaturdifferenz: die Differenz zwischen dem heißesten und dem kältesten Punkt, sobald sich die Temperatur im Garraum stabilisiert hat. Die Temperaturdifferenz des DZ550 beträgt 5,5 °C (9 °F). Der Durchschnittswert in dieser Kategorie liegt bei 14,5 °C (24 °F). Das schlechteste Gerät, das wir je getestet haben, erreichte 5 °C (41 °F).
Anschließend überprüfen wir die Sensoren mit Lebensmitteln, denn eine Temperaturmessung in der Kammer ist kein fertiges Abendessen. Die Testmatrix besteht aus zwölf Chargen derselben Tiefkühlpommes – gleiche Marke, gleiches Gewicht von 500 Gramm auf einer Laborwaage, gleiche einlagige Anordnung – die unter identischen Bedingungen zubereitet wurden. Jede Charge wird unter fester Beleuchtung vor einer Graukarte fotografiert, und zwei Redakteure bewerten unabhängig voneinander die Bräunungsgleichmäßigkeit anhand der Fotos, ohne zu wissen, mit welcher Maschine die Pommes zubereitet wurden. Sollten die Messwerte des Thermoelementrasters und die Fotos der Pommes voneinander abweichen, klären wir die Ursache, bevor etwas veröffentlicht wird. In diesem Fall stimmten sie vollständig überein.
Was passiert, wenn man die Variablen ändert? Wir haben es überprüft. Füllt man den Korb um 20 % über eine einzelne Schicht hinaus, verdoppelt sich die effektive Verteilung der DZ550 in etwa – immer noch besser als der Basiswert der meisten Konkurrenzprodukte, aber die Erkenntnis gilt für jede Heißluftfritteuse, die wir getestet haben: Kapazität, die Sie stapeln, ist Kapazität, die Sie dämpfen. Frisch geschnittene Pommes frites sorgen für mehr Feuchtigkeit an der Oberfläche, was das Bräunen um etwa zwei Minuten verzögert, aber die Gleichmäßigkeit nicht beeinträchtigt. In kalten Küchen (wir haben in einer 13 °C kalten Garage gekocht) wurde die Vorheizzeit verlängert, nicht verlängert.
Test 02 · Die SondeEin Thermometer, dem man wirklich vertrauen kann – wir haben es getestet.
Eingebaute Sonden sind üblicherweise nur Dekoration. Um herauszufinden, ob dies auch hier der Fall ist, haben wir ein Referenzthermoelement wie in jedem Labor üblich kalibriert – Eisbad (0 °C) und Siedepunktkorrektur für unsere Höhenlage (100 °C hier) – und es dann parallel mit dem anderen Thermoelement verglichen. Ninja Das Thermometer wurde bei fünf identischen Lachs-Garvorgängen getestet. Die integrierte Sonde hielt die Temperatur während des gesamten Temperaturanstiegs innerhalb von 2 °F des Referenzwertes, und die Abschaltautomatik aktivierte sich innerhalb von 3 Sekunden nach Erreichen des Zielwertes. Das ist, um es deutlich zu sagen, besser als die meisten separaten Küchenthermometer, für die man 30 Dollar bezahlt.
Die Platzierung ist nach wie vor entscheidend, und hier weicht die Realität von den Vorgaben ab. Stechen Sie in das dickste Stück des Filets, und Sie erhalten genau den gewünschten Gargrad. Verfehlen Sie die Stelle um wenige Zentimeter – und stechen Sie in den schmaleren Rand –, misst das Thermometer den dünneren Bereich, der etwa 15 °F heißer ist. Das Gerät kann nicht erkennen, wo Sie eingestochen haben. Unsere Vorgehensweise nach 41 Stunden: Wir stechen in das dickste Stück, nehmen den Lachs bei 125 °F heraus und lassen ihn durch die Nachgarzeit – die 4–6 °F, die der Fisch nach dem Herausnehmen noch weiter erhitzt – medium garen. Die FDA empfiehlt 145 °F; jeder Koch, den wir kennen, sagt, dass das ein anderes, trockeneres Gericht ergibt.
Von 2:40 bis 400°F – und was man in 90 Sekunden tatsächlich bekommt
Vorheizen ist wichtiger, als man vielleicht denkt. Knusprige Bräunung ist eine Oberflächenreaktion – die Maillard-Kälte, die Frittiertem den typischen Geschmack verleiht, erfordert sofort hohe Oberflächentemperatur. Gibt man Lebensmittel in einen nur halb aufgeheizten Garraum, garen sie die ersten Minuten im eigenen Saft, anstatt zu bräunen; diese Kruste lässt sich durch längeres Garen nicht wiederherstellen. Wir protokollieren die Vorheizzeit mit einem Datenlogger von 21 °C bis zu einer stabilen Temperatur von 204 °C: Der DZ550 schafft das in 2:40 Minuten, im Vergleich zu einem Durchschnittswert von 4:05 Minuten in dieser Kategorie.
Neunzig Sekunden klingen erstmal wenig, bis man es hochrechnet. Eine Familie, die das Gerät vier Abende pro Woche nutzt, spart dadurch etwa fünf Stunden im Jahr, allein schon, weil sie weniger Zeit in der Nähe der Maschine verbringen muss. Der eigentliche Vorteil liegt aber im veränderten Verhalten: Eine Maschine, die schon fertig ist, bevor man mit dem Würzen fertig ist, wird tatsächlich vorgeheizt. Und genau das ist der Hauptgrund, warum unsere Testergebnisse die der meisten anderen Haushalte übertreffen. Die Dual-Zone-Synchronisationsfunktion verdient hier besondere Erwähnung: Stellt man beide Körbe so ein, dass sie gleichzeitig fertig sind, verzögert die Maschine den Start der schnelleren Zone geräuschlos, anstatt das fertige Essen warmzuhalten und welken zu lassen. Hauptgerichte und Beilagen kommen tatsächlich gleichzeitig auf den Tisch – genau diese Funktion nannten die beiden Testfamilien als „das, was wir vermissen würden“.
Eine Besonderheit, die man wissen sollte: Der linke Korb steht 3 mm über die Schiene hinaus, wenn man ihn einhändig bei schräg stehender Schublade einsetzt. Das Garen funktioniert trotzdem einwandfrei, aber die Dichtung pfeift. Setzt man den Korb flach ein, verschwindet das Geräusch. Wir haben das gemeldet. Ninja Auch mit Firmware 2.1 wurde das Problem nicht behoben. Außerdem: An einem gemeinsam genutzten 15-Ampere-Stromkreis mit laufender Mikrowelle haben wir einen Spannungsabfall auf 108 V gemessen, und die Garzeiten verlängerten sich um ca. 12 %. Das liegt an Ihrem Haus, nicht an der Mikrowelle. Ninja — aber das erklärt einen Großteil der Beschwerden, dass das Essen länger dauert als im Rezept angegeben, bei jeder Heißluftfritteuse.
62 dB, ehrlich kontextualisiert
Wir messen mit einem A-bewerteten Messgerät in einem Meter Entfernung und auf halber Höhe – etwa auf Kopfhöhe an einer Küchenarbeitsplatte – bei maximaler Lüfterleistung, sowohl im Leerlauf als auch unter Last. Der DZ550 erreicht 62 dB. Das leiseste Gerät in dieser Kategorie liegt bei 54 dB. Dezibel sind logarithmisch, daher bedeutet der Unterschied von 8 dB, dass… Ninja Es ist für Ihr Ohr fast doppelt so laut. Eine normale Unterhaltung liegt bei etwa 60 dB: Wenn dieses Gerät in einer offenen Küche auf höchster Stufe läuft, werden Sie Ihre Stimme erheben müssen. Beide Testfamilien sprachen das Problem von sich aus an; eine Familie begann die Vorbereitungen für das Abendessen, während das Gerät fünf Minuten zuvor eingeschaltet wurde, sodass die lauteste Phase endete, bevor sich alle hinsetzten.
Die auf der Verpackung angegebene Quart-Angabe entspricht nicht der Quart-Angabe in Ihrer Küche.
Hersteller messen das Fassungsvermögen, indem sie die Schublade bis zum Rand mit Wasser füllen – inklusive aller Ritzen, oberhalb der Garlinie und Überlauf. Wir messen stattdessen zwei Dinge: das nutzbare Volumen (Wasser bis zur maximalen Fülllinie, Körbe eingesetzt) und die Fläche einer einzelnen Schicht, also die ebene Fläche in Quadratzentimetern, auf der das Gargut tatsächlich mit heißer Luft in Berührung kommt. Die angegebenen 10 Quarts des DZ550 entsprechen 8,3 Quarts nutzbarem Volumen – ein üblicher Wert; die durchschnittliche Übertreibung der Angaben in dieser Kategorie liegt bei etwa 22 %. Die Fläche einer einzelnen Schicht ist jedoch die beste, die wir je bei einem Gerät mit zwei Körben gemessen haben, und genau diese Fläche ist entscheidend für die Knusprigkeit. Das Volumen gibt an, was hineinpasst; die Fläche bestimmt, was knusprig wird. Stapelt man drei Lagen Hähnchenflügel in dieses große Volumen, wird die mittlere Lage nur noch gedämpft – siehe Test 01.
Die praktische Übersetzung: Zwei volle Portionen pro Zone, insgesamt vier, flach gegart. Das ist ein richtiges Familienessen ohne Vorkochen. Für Partys ist es allerdings nicht geeignet – für acht Personen muss man wieder portionieren, und dafür ist ein Konvektionsofen ohnehin besser als jede Heißluftfritteuse. Zu wissen, wofür ein Gerät gedacht ist, ist der wichtigste Teil, um es gerne zu benutzen.
Wie Version 8.7 entsteht – und wann Sie sie ignorieren sollten
Die Gesamtbewertung ist eine gewichtete Mischung aus: gleichmäßiges Garen 30 %, Benutzerfreundlichkeit 20 %, Geschwindigkeit 15 %, nutzbares Fassungsvermögen 15 %, Geräuschpegel 10 % und Verarbeitungsqualität 10 %. Diese Gewichtungen sind auf die Kochgewohnheiten der meisten Käufer in dieser Kategorie – also Haushalte – abgestimmt. Ändert man die Gewichtungen, ändert sich auch der Testsieger: Berechnet man unsere Daten für eine Einzelperson in einem Studio, drücken Größe und Geräuschpegel des DZ550 ihn auf 7,4 Punkte, hinter drei kleinere Geräte. Das ist kein Widerspruch, sondern entspricht der Funktionsweise der Bewertung. Die Zahl oben auf dieser Seite ist ein Ausgangspunkt. Die oben genannten Teilbewertungen liefern das eigentliche Ergebnis und basieren auf denselben Daten, die auch unseren Bestenlisten zugrunde liegen. Unser vollständiges Gewichtungsmodell ist öffentlich zugänglich. Methodik v1.2 Die
Nun zum ehrlichen Fazit: Dieses Gerät ist laut – ein echter Hingucker in einer offenen Küche. Es ist groß: 44,5 cm Arbeitsfläche sind in einer kleinen Küche eine echte Belastung, und im Gegensatz zu einer guten Bewertung ändert sich daran nichts. Die Antihaftbeschichtung hat 62 Spülgänge, darunter 11 Spülmaschinengänge, überstanden, aber Antihaftbeschichtungen verschleißen bei allen Geräten dieser Kategorie; wir überprüfen das daher nach sechs Monaten erneut. Wenn Sie nur für ein oder zwei Personen kochen, ist ein guter Geschirrspüler mit einem Korb besser geeignet – er ist leiser und kleiner.
Aber für die Zielgruppe, für die es entwickelt wurde – vier Teller, zwei Gerichte, ein Abgabetermin um 18:30 Uhr – kommt nichts, was wir getestet haben, auch nur annähernd heran. Neun Monate an der Spitze, erneut getestet gegen jeden Herausforderer von 2026, und der Abstand hat sich nicht verringert. Wir werden weiter versuchen, es vom Thron zu stoßen. Das ist unsere Aufgabe.